Erektionsstörungen sind für Männer kein angenehmes Thema. Oft sind die Betroffenen peinlich berührt, schweigen das Thema tot und ziehen sich im Extremfall komplett zurück. Glücklicherweise gibt es aber Medikamente, die bei der Bekämpfung dieses Problems effektiv helfen können. Cialis, Levitra und vor allem der langjährige Marktführer Viagra stehen dabei besonders im Fokus. Allerdings müssen diese Präparate vom Patienten selbst bezahlt werden, die Krankenkassen übernehmen die kosten in der Regel nicht.

Dieser Umstand ruft vor allem nach dem Auslaufen des Patents so genannte Generika aus den Plan. Diese „baugleichen“ Präparate werden immer häufiger verabreicht und können sogar den einen oder anderen Vorteil haben.

Was sind Generika?

Generika (Einzahl: Generikum) sind Nachahmerprodukte, die in puncto Wirkstoffe und Wirkung identisch zum Original-Medikament sind. Lediglich die Hilfsstoffe, die dem Medikament zugesetzt sind, können sich bei einem Generikum vom Original unterscheiden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Erwähnung, dass es sich bei Generika nicht um billige Kopien oder Fälschungen handelt. Sie sind vollwertige Medikamente, die vor ihrer Zulassung auch bestimmte Zulassungskriterien erfüllen müssen. Wären sie gefährlich oder unwirksam, würden ihnen die Zulassung selbstverständlich verweigert werden.

Worin bestehen die Vorteile?

Einer der größten Vorteile von Generika ist der günstigere Preis im Vergleich zum Original-Medikament. Da weder Forschungs- noch Entwicklungskosten anfallen, können die Firmen, die Generika vertreiben, auch ein völlig anderes Preisniveau halten. Für den Patienten ist dieser Umstand ideal. Da Potenzmittel in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen werden, zahlt der Patient für ein Generikum entsprechend weniger. Aber auch Ärzte können von Generika profitieren, da sie das Budget weniger belasten.

Ein weiterer Vorteil ist die Beschaffenheit der Tabletten. So sind Generika-Tabletten oft auch teilbar. Beim Original-Viagra ist dies zum Beispiel nicht der Fall. Meist wird nicht die Menge an Wirkstoff benötigt, die in einer Pille enthalten ist. Können die Tabletten nun geteilt werden, kann der Patient dadurch noch einmal Geld sparen, da die verschriebene Packung einfach länger hält.

Ein Vorteil im erweiterten Sinne könnte auch die Tatsache darstellen, dass durch die ohnehin günstigeren Preise die Produkte von unseriösen Händlern an Attraktivität verlieren. Denn diese locken oft mit besonders günstigen Mitteln, die aber auch gefährlich sein können. Sind diese Mittel etwa verunreinigt, kann dies ernsthafte Gesundheitsschäden nach sich ziehen. Auch kann es sein, dass man einem teuren Placebo aufgesessen ist, wenn die bestellten Produkte gar nicht den Wirkstoff enthalten, den sie enthalten sollen.

Welche Risiken gibt es?

Generika sind nicht gefährlicher als die Original-Medikamente. Sie können aufgrund der identischen Wirkstoffe die gleichen unerwünschten Nebenwirkungen nach sich ziehen. Im Falle von PDE-5-Hemmern können sich diese in Form von Kopf-, Rücken- oder Muskelschmerzen, Verdauungsstörungen oder Gesichtsrötung bemerkbar machen. Eine zeitgleiche Gabe von Nitraten ist kontraindikativ, ebenso eine aktuelle Herz-Kreislauf-Erkrankung. Bei früheren Herzinfarkten oder Schlaganfällen ist besondere Vorsicht geboten. Dadurch, dass sich die Hilfsstoffe in Generika im Vergleich zum Original unterscheiden können, muss abgeklärt werden, ob eventuelle eine Allergie gegen einen dieser Hilfsstoffe vorliegt. Der behandelnde Arzt ist hier der perfekte Ansprechpartner.