Viagra, Levitra, Spedra, Cialis, Kamagra – wer diese Mittel kennt, hat sich schon intensiver mit sexuellen Funktionsstörungen beim Mann – genauer gesagt – mit Erektionsstörungen beschäftigt. Denn sie alle sind Medikamente, mit denen man die Erektile Dysfunktion wirksam bekämpfen kann. Allerdings basieren diese Präparate auf Chemie, denn sie bauen auf PDE-5-Hemmer, die durch einen biochemischen Vorgang dafür sorgen, dass unter anderem ein verbesserter Blutfluss zum Penis stattfindet und somit die Erektionsfähigkeit verbessert wird.

Wer auf Chemie verzichten will – oder muss – wird seinen Blick häufig auch in Richtung Natur wenden. Denn seit Jahrhunderten schon soll es geheimnisvolle Tees, Kräuter oder Pflanzen geben, mit denen Erektionsstörungen ebenfalls behandelt werden können. Doch nicht nur Erektionsstörungen stehen bei diesen Mittelchen im Fokus.

Was ist eine Erektionsstörung?

Bei einer Erektionsstörung ist es dem Mann nicht möglich, eine Erektion zu bekommen oder diese lange genug aufrechtzuerhalten, um den Geschlechtsverkehr praktizieren zu können. Halten diese Beschwerden länger als sechs Monate an, sollte der Betroffene schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen, denn hinter der Erektilen Dysfunktion können auch ganz andere Krankheiten stecken: Diabetes, Depressionen oder aber auch krankhafte Veränderungen der Gefäße, die eine besondere Gefahr bergen. Denn es können auch andere Organe Schaden nehmen. Herzinfarkte oder Schlaganfälle könnte im schlimmsten Fall die Folgen sein.

Was taugen natürliche Potenzmittel?

Es gibt durchaus Mittel, die helfen. Zum Beispiel wird dem Stoff Yohimbin eine positive Wirkung auf die Potenz nachgesagt. Tatsächlich kann es durch Yohimbin, welches aus der Rinde des Yohimbe-Baumes gewonnen wird, zu einem erhöhten Blutfluss in den Geschlechtsorganen kommen. Safran und asiatischer Ginseng sollen ebenfalls wirksam sein.

Kein klassisches Mittel zur Steigerung der Potenz, sondern eher zur Steigerung der Lust, können Austern sein. Ein Verzehr kann den Testosteronspiegel anheben, was zu einer vermehrten Lust auf Sex führen kann. Austern sind also ein natürliches Aphrodisiakum. Einen ähnlichen Effekt lässt sich mit scharfem Essen erreichen. Gut gewürzte Speisen sollen ebenfalls die Libido anregen. Keine Wirkung konnte indes Knoblauch nachgewiesen werden. Angeblich soll sich die bekannte Knolle auch positiv auf das Sexualleben auswirken. Den Beweis dafür sind die Verfechter dieser Theorie allerdings bis heute schuldig geblieben. Etwas vorsichtig sollte man mit Produkten wie Spanische Fliege sein, die etwa in diversen Erotik-Versandhäusern angeboten werden. Oft neigen die Käufer hier zur Überdosierung.

Fazit

Wer unter ernsthaften Erektionsstörungen leidet, kommt um einen Arztbesuch nicht herum. Der geschulte Mediziner wird dann entscheiden, welches Produkt in welcher Dosierung am besten für den Patienten geeignet ist. Außerdem kann dieser durch eine ärztliche Untersuchung doppelt profitieren. Einerseits werden die Erektionsstörungen an sich behandelt, auf der anderen Seite wird aber auch möglichen Grund- oder Begleiterkrankungen auf den Zahn gefühlt, so dass diese gleich mit therapiert werden können. Grundsätzlich kann man festhalten, dass natürliche Potenzmittel allenfalls bei leichten und kurzfristigen Beschwerden zum Einsatz kommen sollten. Krankhafte Erektionsstörungen können auch sie nicht wirklich bekämpfen.