Seitdem im Juni des vergangenen Jahres das Patent von Pfizer auf den Wirkstoff Sildenafil abgelaufen ist, feiern zahlreiche Konkurrenzprodukte von Viagra Erfolge. Zum Jahresende 2013 war der Absatz von Produkten mit Sildenafil gegen Potenzstörungen auf das Dreifache angestiegen.

Während in der ersten Jahreshälfte nach Zahlen des IMS Health monatlich etwa 49 000 bis 54 000 Viagra-Packungen umgesetzt worden waren, wurden im Juni, nach Patentablauf, bereits 61 000 Präparate, die Sildenafil enthalten, abgegeben, davon 23 300 Generika.

Dieser Trend setzte sich auch im weiteren Jahresverlauf fort. 141 500 Sildenafil-haltige Medikamente wurden schließlich im Dezember gekauft. Damit deckten Präparate mit dem Wirkstoff bereits 59 Prozent des Marktes für Mittel gegen Erektionsstörungen ab. Der Anteil von Viagra betrug in diesem Monat allerdings nur noch 9900 Packungen.

Im Gegensatz zu dieser rasanten Absatzentwicklung wirkt die Umsatzsteigerung von etwa 4,5 Millionen Euro im Juni zu 5,3 Millionen im Dezember wenig eindrucksvoll. Das ist nicht weiter verwunderlich, schließlich sind die Generika wesentlich preisgünstiger als Original-Viagra.